Thriller mit Suchtgefahr …
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On 17. Juli 2009 At 23:32
Category : Krimi
Tags : Krimi, Larsson, Verblendung
Antworten : Ein Kommentar
… steht (so oder so ähnlich) auf dem Buchrücken von “Verblendung”. Und ich muss sagen, Stieg Larsson hat mit seinem ersten Teil seiner Trilogie schon sehr gute Arbeit geleistet.
Die werte Leserschaft bekommt zum einen die Geschichte der schwedischen Familie Vanger präsentiert. Eine Familie, bei der sich die sprichwörtlichen Leichen im Keller förmlich stapeln.
Und sie wird zum anderen mit interessanten Menschen bekannt gemacht. Mikael Blomkvist als erfolgreicher, hartnäckiger, fast schon skrupelloser Wirtschaftsjournalist und Herausgeber eines Monatsmagazins und Lisbeth Salander, eine schillernde und gleichzeitig introvertierte junge Frau, die sich selbst als Freak bezeichnet. Und die auf dem Gebiet der Hackerei (auf den PC bezogen *g*) unschlagbar gut ist.
Im Zentrum steht die Suche nach Harriet Vanger, die vor vielen Jahren plötzlich spurlos verschwunden ist. Mit der Suche beauftragt wird Mikael Blomkvist, der gemeinsam mit Lisbeth im Zuge umfassender Recherchearbeiten Schauderhaftes zutage befördert.
Mich hat die Geschichte sofort “gepackt”, fasziniert von Larssons unaufdringlichem Erzählstil habe ich die Geschichte der Familie Vanger verfolgt und mich durch Namen und komplizierte Verwandtschaftsverflechtungen gelesen (gute Idee, einen Stammbaum im Buch abzudrucken!!).
Von Langeweile – wie in einigen Rezensionen zu diesem Buch zu lesen – keine Spur.
Allerdings – und das kreide ich Herrn Larsson ein bisschen an: Ganz glaubwürdig erscheint mir die Geschichte nicht, er hat – gerade bei der Aufklärung diverser Verbrechen – ein bisschen gar zu tief in die Schreckensschublade gegriffen. Außerdem erscheint mir der “Parallelschauplatz” (Mikael Blomkvist hat selbst eine kriminelle Vergangenheit, die aber nicht wirklich der Rede wert ist) zu ausführlich abgehandelt. Das wäre auch ein bisschen knapper gegangen.
Herr Larsson wird das leider nicht mehr ändern können, er ist im Jahr 2004 überraschend und relativ jung verstorben.
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Diese kurze Rezension habe ich im Oktober 2007 verfasst. Inzwischen habe ich den zweiten Band “Verdammnis” in Lese-Arbeit, bin fast fertig mit Lesen und meine Meinung zu Herrn Larssons Romanhandlung ist nicht mehr ganz so euphorisch … Mehr in Kürze.


Bin gespannt auf deine zweite Meinung zu dem Buch. Ich habe beide Teile gelesen – ist aber schon länger her – und fand sie spannend.